Band

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Wer einen Lochstein an seine Tür oder sein Fenster hängt, der hält die bösen Geister fern, so sagte man jedenfalls in Yorkshire. Das Moor liegt unter dichtem Nebel, kühl zieht die Feuchtigkeit über die Felder. Und wir werden alle auf eine Zeitreise gehen. Zusammen mit dem Musiker, der diesem Land entwachsen zu sein scheint. Das Land seiner Heimat ist ein Land voller Mythen und Geschichten, die die Geister erzählen, wenn man ihnen in die Höhlen und auf die Gipfel der Hügellandschaft von Nordengland folgt. Adam Lake hat sicher keinen Stein aufgehängt und stattdessen den Geistern zugehört.

„Murder of Reality“ liegt wie eine Oase auf dem langen steinigen Weg durch die Wüste zum Gipfel des Rock. Der Stoner Rock der erfahrenen Musiker klingt nach tiefen Gitarren, schweren Bässen und beseeltem Songwriting. Jeder Akkord erzählt von der bedingungslosen Liebe zur Musik, vom Erbe der Urväter, von Musikern, die harmonieren, als hätten sie schon immer zusammen gespielt und von den Urgewalten der harten Rhythmen.

„The Murder of Reality, Hidden Symbolism of the Dragon“, das Buch von Pierre Sabak, verlieh dem Projekt seinen Namen.

Adam Lake stammt aus der Nähe von Bradford. Tief vergraben in seinen eigenwilligen Gedanken schreibt er die Songs der Band. Auf seinen Wegen durch die Straßen von Hamburg stieß er in den Katakomben der Cobra Bar auf Captain Creek, der als Gegenstück zum Songwriting mit seiner ausdrucksstarken Stimme und Bühnenpräsenz die Songs zum Leben erweckt.

Adam ist mit verschiedenen Bands schon europaweit getourt, sein letztes Gastspiel gab er bei „Hyne“. Bei „Murder of Reality“ spielt er die Lead-Gitarre.

Jörn Dackow sitzt an den Drums und gehört in der realen Welt zu einem der letzten seiner Zunft. Jörn ist Brillenmacher mit dem Auge für’s Detail. Die Protagonisten dieser Stoner Rock Kapelle sind so unterschiedlich, dass es ans Unbeschreibbare grenzt, und es scheint ganz so, als könnte dies ein entscheidendes Erfolgsrezept sein. Jeder dieser starken Charaktere verleiht der Musik seinen eigenen Ausdruck und formt den Sound zur Unverwechselbarkeit.

Die endgültige Bedeutung der Songs entsteht ohnehin in den Köpfen des Publikums, denn wer Stoner liebt, lässt sich von seinen schweren Rhythmen und tiefen Harmonien ergreifen und hört immer das Illusionäre zwischen den Zeilen und Akkorden. „Murder of Reality“ ist mit Sicherheit eine bedeutende Bereicherung für die Szene. Wer weiß, wie weit die Töne tragen…